Gedocktes Linux-Notebook schläft ein

Schon seit längerer Zeit ist hier ja auch Linux im Einsatz – in der letzten Zeit mit zunehmender Tendenz. Nicht, weil ich jetzt plötzlich Windows als schlecht ansehen würde. Sondern hauptsächlich, da Microsoft und ich ganz unterschiedliche Ideen haben, in welche Richtung sich ein Betriebssystem entwickeln sollte.

Seit einigen Jahren ist das produktiv genutzte Notebook hier ein Lenovo ThinkPad T495. Dieses sollte nun auf Linux umgestellt werden, was an sich auch gut geklappt hat. Aber der Teufel liegt im Detail.

Das Gerät ist normalerweise zu Hause an einem Lenovo Thunderbolt 4 Dock per USB-C angeschlossen und wird zugeklappt betrieben. Gearbeitet wird am externen Bildschirm mit am Dock angeschlossener Tastatur und Maus. Doch genau dann trat ein seltsamer Effekt auf: das Gerät startet, bringt den Logon der jeweiligen Linux Distribution auf den externen Bildschirm und sobald man sich angemeldet hat, wechselt es sofort in den Standby-Modus.

Das Problem ist reproduzierbar, egal ob Fedora oder Ubuntu, egal ob KDE oder GNOME. Hilfe brachte an dieser Stelle eine Änderung in der Konfiguration des systemd logon Daemons.

In der /etc/systemd/logond.conf werden folgende Zeilen eingetragen:

HandleLidSwitch=ignore
HandleLidSwitchExternalPower=ignore
HandleLidSwitchDocked=ignore

Falls die Datei noch nicht existiert, legt man sie einfach an.

Einmal neu gestartet und während des Logins wird ignoriert, ob der Bildschirm zugeklappt ist. Nach dem Logon funktioniert der Standby per Zuklappen des Bildschirms dann trotzdem problemlos.

Danke dazu auch noch einmal an die Tippgeber aus dem ThinkPad-Forum.

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